Blick über die Dächer von Son Servera, am Hang rechts die unvollendete Església Nova
Nordosten · Ort und Küste

Son Servera

Ein Landstädtchen am Fuß des Puig de sa Font, dahinter die Küstenlinie von Cala Bona bis zur Costa de los Pinos — der stillsten Villenlage des Nordostens, wo die Straße am Golfplatz endet.

Olaf Tausch · CC BY-SA 3.0

Gemeinde Son Servera
Einwohner 11.752
Ausländeranteil 18 %

Quelle: INE, Padrón Continuo · 2026-08-22

Son Servera wird oft übersehen, weil seine Küste bekannter ist als der Ort: Cala Millor und Cala Bona kennt jeder, das Städtchen dahinter kaum jemand. Dabei liegt genau darin die Struktur dieser Gemeinde — ein Ort mit Alltag im Hinterland, eine belebte Küste davor, und am Ende der Bucht eine Villenlage, die mit beidem nichts zu tun hat.

Der Ort

Son Servera liegt am Fuß des Puig de sa Font, wenige Kilometer hinter der Küste. Der Ort lebt sein eigenes Leben: Läden, Schulen, ein Wochenmarkt — Alltag statt Saisongeschäft. Sein auffälligstes Bauwerk ist die Església Nova, eine Anfang des 20. Jahrhunderts begonnene und nie vollendete Kirche, deren offener Rohbau heute als Veranstaltungsort dient — man steht im Kirchenschiff und sieht den Himmel.

Gekauft werden im Ort vor allem Stadthäuser und Häuser mit Garten — zu Preisen, die spürbar unter denen der Küstenlinie liegen, weil der Meerblick fehlt. Für alle, die einen echten Ort mit kurzer Fahrt zum Wasser suchen, ist das die Rechnung, die man kennen sollte.

Die Küste: Cala Bona und Cala Millor

Cala Bona ist der kleinere, ältere Teil der Küste — um einen kleinen Hafen gewachsen, mit Promenade Richtung Süden. Cala Millor schließt daran an und ist der touristische Schwerpunkt der Bucht; sein nördlicher Teil gehört zur Gemeinde Son Servera, der südliche bereits zur Nachbargemeinde. Für die Lage im Detail lohnt der Blick auf unsere eigene Cala-Millor-Seite.

Costa de los Pinos

Am nördlichen Ende der Bucht liegt die Lage, für die viele Käufer den Namen Son Servera überhaupt erst lernen: die Costa de los Pinos. Eine Villenlage unter alten Pinien, am Hang zum Meer — und verkehrstechnisch eine Sackgasse: Die Straße endet hier, Durchgangsverkehr gibt es nicht.

Direkt daneben liegt der Golfplatz von Son Servera, 1967 gegründet und damit einer der ältesten der Insel. Die Kombination aus Pinien, Meer, Golfplatz und Ruhe hat der Lage über Jahrzehnte eine feste, diskrete Käuferschicht erhalten. Das Angebot ist klein, die Grundstücke sind großzügig, und verkauft wird oft leise.

Was die Zahlen sagen

Die Gemeinde Son Servera hatte 2022 11.752 gemeldete Einwohner, 2011 waren es 12.195 — ein Rückgang um vier Prozent. Deutlicher ist die Bewegung bei der gemeldeten ausländischen Bevölkerung: 3.365 Personen im Jahr 2011, heute 2.074 — fast vierzig Prozent weniger. Das ist dieselbe Nach-Krisen-Spur wie in den Nachbargemeinden, hier stärker ausgeprägt.

Die Zahlen stammen aus dem Padrón Continuo und erfassen Wohnsitzmeldungen — Zweitwohnsitze tauchen darin nicht auf. Gerade an der Costa de los Pinos ist der Zweitwohnsitzanteil hoch; die Statistik beschreibt die Gemeinde, nicht diesen Markt.

Was wir hier vermitteln

Von unserem Büro in Cala Ratjada ist Son Servera rund zwanzig Autominuten entfernt — die Gemeinde gehört zu unserem täglichen Radius im Nordosten. Gefragt sind bei uns vor allem zwei sehr verschiedene Dinge: Häuser im Ort für Käufer, die dauerhaft leben wollen, und Villen an der Costa de los Pinos — ein kleiner, diskreter Markt, in dem vieles den Besitzer wechselt, ohne je inseriert worden zu sein.

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Einwohnerzahlen amtlich vom INE. Einschätzungen zum Markt sind unsere eigenen und keine Statistik.