Die einzige Kleinstadt des Nordostens, die keine Küstensiedlung ist. Artà liegt im Landesinneren unter der Wallfahrtskirche Sant Salvador — und besitzt zugleich eine der letzten Küsten der Insel, an der nichts gebaut wurde.
Quelle: INE, Padrón Continuo · 2026-08-22
Artà ist der Ort für alle, deren erste Frage nicht „Wie weit zum Strand?” lautet. Eine Kleinstadt aus Sandstein, gewachsen um einen Hügel, auf dem die befestigte Wallfahrtskirche Sant Salvador steht — man sieht sie von fast jeder Straße im Ort, und der Treppenweg hinauf gehört zu den Wegen, die man Gästen als Erstes zeigt.
Artà lebt nicht vom Tourismus einer Strandpromenade, denn es hat keine. Es hat stattdessen, was Küstenorten oft fehlt: einen Alltag. Der Wochenmarkt am Dienstag füllt den Ort bis in die Seitengassen, es gibt Galerien, Kunsthandwerk, ein Theater — und Läden, die im Februar genauso geöffnet sind wie im August.
Am Ortsrand liegt mit Ses Païsses eine der besterhaltenen talayotischen Siedlungen der Insel — die Gegend war schon in der Bronzezeit besiedelt, und der Ort trägt diese Tiefe sichtbar.
Das Überraschende an Artà: Die Gemeinde hat viel Küste — und fast nichts davon ist bebaut. Ein großer Teil des Gemeindegebiets liegt im Naturpark der Península de Llevant. Buchten wie die Cala Torta oder die Cala Estreta erreicht man über unbefestigte Wege, und am Ende steht kein Hotel, sondern nichts.
Die eine Ausnahme ist die Colònia de Sant Pere an der Bucht von Alcúdia: ein kleines, ruhiges Küstendorf der Gemeinde, zwölf Kilometer vom Hauptort.
Für einen Käufer ist das die eigentliche Rechnung: In Artà kauft man keinen Meerblick vom Wohnzimmer aus. Man kauft ein Stadthaus oder eine Finca — und eine Viertelstunde später steht man an einer Küste, an der sich seit Jahrzehnten nichts verändert hat und per Naturpark auch nichts verändern wird.
Der Ortskern besteht aus Stadthäusern aus Naturstein, oft schmal und tief geschnitten, mit Innenhöfen und Dachterrassen, von denen man Sant Salvador sieht. Das Angebot reicht vom renovierungsbedürftigen Rohzustand bis zum fertig restaurierten Haus — die Spanne ist hier größer als in den Küstenorten.
Das Umland ist eine der klassischen Fincalandschaften der Insel: Landhäuser zwischen Steineichen und Mandelfeldern, Richtung Ermita de Betlem zunehmend einsam. Wer Land um sich haben will, sucht hier — nicht an der Küste.
Artà hatte 2022 8.062 gemeldete Einwohner, 2011 waren es 7.553 — plus sieben Prozent, und damit ist Artà anders als seine Nachbargemeinden gewachsen: Capdepera stagnierte im selben Zeitraum, Son Servera schrumpfte.
Die gemeldete ausländische Bevölkerung lag 2011 bei 1.495 Personen, fiel bis 2017 auf 1.102 und liegt heute bei 1.333 — ein Anteil von rund 17 Prozent, der niedrigste der Region. Artà ist spanischer geblieben als die Küste, und man merkt es dem Ort an.
Die Zahlen stammen aus dem Padrón Continuo des spanischen Statistikamts und erfassen Wohnsitzmeldungen — Zweitwohnsitze tauchen darin nicht auf. Sie beschreiben den Ort, nicht den Markt.
Von unserem Büro in Cala Ratjada ist Artà eine Viertelstunde entfernt. Gefragt sind bei uns vor allem zwei Dinge: restaurierte Stadthäuser im Kern und Fincas im Umland. Beides sind Märkte, in denen die Unterschiede im Detail liegen — eingetragene Anbauten, Wasserrechte, Zufahrten — und genau dafür lohnt ein Partner, der die Objekte vor Ort ansieht.
Neue ETV-Lizenzen werden auf Mallorca derzeit nicht erteilt. Entscheidend ist deshalb nicht der Ort, sondern ob das einzelne Objekt eine bestehende Lizenz mitbringt. Bei jedem unserer Objekte steht das in den Eckdaten.
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Einwohnerzahlen amtlich vom INE. Einschätzungen zum Markt sind unsere eigenen und keine Statistik.