Blick vom Kalvarienberg über die Dächer von Pollença bis zur Bucht im Norden
Norden · Stadt am Berg

Pollença

Sechs Kilometer hinter dem Hafen liegt die Stadt, die ihm den Namen gibt: Kalksteingassen um die Kalvarienbergtreppe, ein Sonntagsmarkt, der die Region versammelt — und ein Immobilienmarkt, der überwiegend auf Englisch gesucht wird.

Kritzolina · CC BY-SA 4.0

Gemeinde Pollença
Einwohner 17.126
Ausländeranteil 23 %

Quelle: INE, Padrón Continuo · 2026-08-22

Pollença und sein Port sind zwei verschiedene Orte mit zwei verschiedenen Märkten — wer das eine sucht und beim anderen landet, sucht falsch. Der Port ist der Wohnort am Wasser; die Stadt, sechs Kilometer landeinwärts am Fuß der Tramuntana, ist das historische Zentrum der Gemeinde. Diese Seite handelt von der Stadt; für den Hafen siehe Puerto Pollensa.

Die Stadt am Berg

Das Bild der Stadt bestimmen zwei Hügel: der Kalvarienberg, dessen Treppe mit ihren 365 Stufen von der Altstadt zur Kapelle hinaufführt, und gegenüber der Puig de Maria mit seinem Kloster. Dazwischen liegt die Altstadt aus Kalksteinhäusern, um die Plaça Major und ihre Cafés gruppiert. Am nördlichen Rand überspannt der Pont Romà den Torrent — eine Brücke römischen Ursprungs, die der Stadt ihre Tiefe im wörtlichen Sinn gibt.

Der Sonntagsmarkt versammelt die halbe Region, und im Sommer füllt das Festival von Pollença seit den sechziger Jahren den Klosterhof mit Konzerten. Die Stadt hat eine lange Geschichte als Künstlerort — man sieht es an der Dichte von Galerien, die für einen Ort dieser Größe ungewöhnlich ist.

Der Markt

Gehandelt werden in der Altstadt vor allem Stadthäuser aus Kalkstein — schmal geschnitten, mit Patios und Dachterrassen, von denen man auf Kalvarienberg oder Puig de Maria blickt. Der Bestand ist begrenzt und begehrt: Pollença gehört seit Jahrzehnten zu den Orten mit der treuesten internationalen Käuferschicht der Insel, und gesucht wird überwiegend auf Englisch.

Im Umland, in den Tälern Richtung Tramuntana, liegen Fincas in einer Landschaft, die zum UNESCO-Welterbe der Serra gehört — mit den Schutzauflagen, die das mit sich bringt: Was am Haus verändert werden darf, gehört vor den Kauf geklärt.

Was die Zahlen sagen

Die Gemeinde Pollença hatte 2022 17.126 gemeldete Einwohner, 2011 waren es 16.114 — ein Plus von sechs Prozent. Die gemeldete ausländische Bevölkerung stieg von 3.534 auf 4.003, ein Plus von 13 Prozent — und damit über das Vorkrisenniveau, was unter den geprüften Küstengemeinden sonst keiner gelungen ist.

Die Zahlen stammen aus dem Padrón Continuo des spanischen Statistikamts und erfassen Wohnsitzmeldungen — Zweitwohnsitze tauchen darin nicht auf. Was sie zeigen: Pollença wird ganzjährig bewohnt und wächst. Eine Stadt, in die Menschen ziehen, trägt eine andere Infrastruktur als eine, die acht Monate im Jahr halb leer steht.

Was das für einen Käufer heißt

Die Stadt ist der seltene Fall, in dem „begehrt” und „bewohnt” zusammenfallen: internationale Nachfrage auf einen begrenzten Altstadtbestand, getragen von einem Ort, der auch im Winter funktioniert. Das hält die Preise stabil — und macht Geduld zur wichtigsten Währung der Suche. Gute Stadthäuser wechseln hier oft unter der Hand; wer ernsthaft sucht, sollte bekannt sein, bevor das Objekt inseriert ist.

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Einwohnerzahlen amtlich vom INE. Einschätzungen zum Markt sind unsere eigenen und keine Statistik.