Der Hauptort der Gemeinde, zu der auch Cala Ratjada, Canyamel, Font de sa Cala und Cala Mesquida gehören. Capdepera selbst liegt nicht am Meer — und genau das macht den Ort zur anderen Hälfte derselben Entscheidung.
Quelle: INE, Padrón Continuo · 2026-08-22
Wer „Capdepera” sucht, meint oft die ganze Gemeinde — sie reicht von der Cala Mesquida im Norden bis Canyamel im Süden und schließt Cala Ratjada ein. Diese Seite handelt vom Ort selbst: dem Städtchen unter der Burg, drei Kilometer landeinwärts von der Küste.
Das Castell de Capdepera ist keine Kulisse, sondern der Grund, warum es den Ort gibt: eine befestigte Anlage aus dem 14. Jahrhundert, innerhalb deren Mauern die Bevölkerung der Gegend jahrhundertelang lebte. Der heutige Ortskern ist ihr direkter Nachfahre — er wuchs die Anhöhe hinunter, und die Gassen unterhalb der Burg sind bis heute sein ältester Teil.
Für den Alltag heißt das: Capdepera ist ein gewachsener Ort mit Kirche, Plätzen und einem Wochenmarkt am Mittwoch — kein Küstenort, der im Winter die Läden schließt.
Der Ortskern besteht aus Stadthäusern, viele davon aus Naturstein, manche seit Jahrzehnten in derselben Familie. Hier kauft, wer ein Dorfhaus mit Substanz sucht — oft mit Renovierungsbedarf, dafür mit einer Bausubstanz und einer Lage, die nicht reproduzierbar sind. Von den oberen Gassen sieht man je nach Lage die Burg, das Umland oder beides.
Die Ortsränder sind jünger und praktischer: Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften mit Garten, gebaut für das Wohnen, nicht für die Postkarte.
Das Umland ist Fincaland. Zwischen Capdepera, Artà und Canyamel liegen Landhäuser auf eigenem Grund, und an der Straße Richtung Küste liegt der Golfplatz von Capdepera. Aus diesem Umland stammt auch unser aktuelles Exklusivmandat, eine restaurierte Finca am Golfplatz.
Capdepera und Cala Ratjada trennen drei Kilometer, aber im Charakter liegen sie weiter auseinander. An der Küste kauft man Meerblick, Buchten und den Betrieb eines Ferienorts. In Capdepera kauft man einen Ort, der auch im Januar einer ist — und zahlt dafür nicht mit Lage, sondern mit der kurzen Fahrt ans Wasser.
Wer beides gegeneinander abwägt, vergleicht am besten vor Ort an einem Nachmittag: erst der Markt in Capdepera, dann der Hafen von Cala Ratjada. Der Unterschied erklärt sich selbst.
Die Gemeinde Capdepera hatte 2022 12.081 gemeldete Einwohner, 2011 waren es 11.858 — plus zwei Prozent in elf Jahren, praktisch Stillstand. Die Küstenorte der Gemeinde können nicht wachsen, weil Naturschutz sie begrenzt, und der Hauptort wächst nur langsam in sein Umland.
Die gemeldete ausländische Bevölkerung lag 2011 bei 3.770 Personen, fiel bis 2017 auf 2.247 und liegt mit 2.691 heute noch rund 29 Prozent unter dem Ausgangswert — die Spur der Finanzkrise, bis heute nicht ausgeglichen.
Beide Reihen stammen aus dem Padrón Continuo des spanischen Statistikamts und erfassen nur Menschen mit Wohnsitzmeldung. Zweitwohnsitze tauchen darin nicht auf — und die sind ein großer Teil dessen, was hier gekauft wird. Die Zahlen beschreiben den Ort, nicht den Markt.
Unser Büro steht in Cala Ratjada, drei Kilometer entfernt — Capdepera ist Nachbarschaft, nicht Einzugsgebiet. Stadthäuser im Kern, Häuser am Rand, Fincas im Umland: Wir kennen die Unterschiede zwischen den Gassen nicht aus einem Portal, sondern vom Hinfahren.
Neue ETV-Lizenzen werden auf Mallorca derzeit nicht erteilt. Entscheidend ist deshalb nicht der Ort, sondern ob das einzelne Objekt eine bestehende Lizenz mitbringt. Bei jedem unserer Objekte steht das in den Eckdaten.
Ratgeber zur FerienvermietungslizenzEin Kauf auf Mallorca dauert selten Wochen. Hinterlegen Sie, wonach Sie suchen — wir melden uns, wenn etwas Passendes dazukommt, und nicht öfter.
Einwohnerzahlen amtlich vom INE. Einschätzungen zum Markt sind unsere eigenen und keine Statistik.